Social-Media-Kanäle bieten viele Möglichkeiten, eigene Inhalte zu kommunizieren. Neben Facebook, Twitter, Instagram und Co. gibt es noch andere Plattformen, die für Content Marketing, PR-Kampagnen und Markenbildung interessant sein können. Pinterest ist eins dieser aufstrebenden Web2.0-Angebote. Wie man es nutzt, welche Zielgruppen man hier wie ansprechen kann und was die Besonderheiten von Pinterest sind, erfahrt Ihr in diesem Blogbeitrag.

Wie funktioniert Pinterest?

Der Name Pinterest setzt sich zusammen aus pin wie Pinnwand und interest wie Interesse. Nutzer legen zu verschiedenen Themen Pinnwände an, auf denen sie passende Bilder und Links posten. Wer sich zum Beispiel für vegetarische Küche interessiert, kann Rezepte aus dem Internet sammeln und immer wieder darauf zugreifen. Man kann anderen Nutzern, einzelnen Pinnwänden und Themen folgen. Die zugehörigen Beiträge erscheinen in der eigenen Timeline und können geliked oder geteilt werden. Auch eine Kommentarfunktion ist vorhanden, wird jedoch kaum genutzt. Die Suchleiste dient als Kategorien- und Stichwortsuche. Grundlage sind die Beschreibungen, die jeder Nutzer individuell zu den Beiträgen formulieren kann. Hashtags, wie man sie von Instagram oder Twitter kennt, spielen hier keine Rolle.

Wer nutzt Pinterest und wofür?

Auf Pinterest wird Schönes und Nützliches gesammelt. Einigen geht es eher um attraktive Bilder, viele suchen nach konkreten Shopping- und DIY-Ideen. Wer zum Beispiel gerne schneidert, findet hier Tipps, Anleitungen und Schnittmuster. Wer eine Hochzeit plant, kann zu allen Stilrichtungen passende Anregungen finden – von der Deko, der Hochzeitstorte bis zu Kleid, Frisur und Trauringen. 2015 hat Pinterest erstmals offizielle Nutzerzahlen veröffentlicht und spricht von 100 Millionen aktiven Nutzern weltweit. Für Deutschland gibt es keine konkreten Angaben, Schätzungen bewegen sich zwischen zwei und vier Millionen. Erwähnenswert ist der hohe Anteil der mobilen Nutzung, der laut Pinterest bei etwa 75 Prozent liegt. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren soll die Plattform weniger beliebt sein und „Pinner“ sind bisher im Durchschnitt eher weiblich als männlich.

Wie kommen Inhalte auf die Pinnwände?

Inhalte können ausschließlich in Verbindung mit einem Foto gepinnt werden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Pinterest kein reines Foto-Sharing-Portal ist, auf dem die Nutzer eigene Bilder teilen, sondern der überwiegende Teil der Beiträge einen Link enthalten. Etwa zwei Drittel der Posts sollen laut Pinterest auf professionelle Webseiten führen. Damit Inhalte auf Pinnwänden geteilt werden, ist es wichtig, diese möglichst attraktiv und einfach teilbar zu machen. Anders als bei Facebook und Co. kommen bei Pinterest Bilder im Hochformat optimal zur Geltung. Am besten stellt man in Blogs, Onlineshops und auf Webseiten quer- und hochformatige Bilder ein, um für alle Kanäle des Teilens attraktiv zu sein. Empfehlenswert ist es außerdem, entsprechende Social-Media-Buttons direkt in den Beitrag einzubinden. Bei der Programmierung der Seite kann man außerdem dafür sorgen, dass im Post direkt eine passende Beschreibung erscheint – zum Beispiel eine Produktbeschreibung.

Wie kann man Pinterest selbst nutzen?

Pinterest bietet die Möglichkeit, eigene Unternehmensseiten anzulegen. Das empfiehlt sich, wenn man viele Inhalte mit attraktiven Fotos zur Verfügung hat. Bevor es losgeht, lohnt es sich, einen eigenen privaten Account anzulegen, um Erfahrungen zu sammeln: Was ist der richtige Schreibstil für die Bildbeschreibungen? Was wird häufig geteilt? Was sind die allgemeinen Gepflogenheiten? Es ist zum Beispiel durchaus auch bei Unternehmensseiten üblich, nicht ausschließlich eigene, sondern auch externe Inhalte zu teilen. Wer etwa einen Blog zum Thema Garten bekannt machen will, kann Gartenfotos von privaten Nutzern liken und teilen, wenn sie zur eigenen Marke passen. Den eigenen Link in die Beschreibung fremder Inhalte einzufügen, ist hingegen nicht gern gesehen.

Welche Themen werden auf Pinterest geteilt?

Zu welchen Themen Nutzer Pins sammeln, steht ihnen völlig frei. Es zeigt sich jedoch, dass Pinterest bisher vor allem für Lifestyle-Themen relevant ist. Das reicht von Mode, Design und Kunst bis zu Kochrezepten, Spielzeugen, kreative Ideen und DIY-Produkten sowie Dekorationen und Pflanzen rund um Haus und Garten. Im Interview mit internetworld.de zeigt sich Pinterest-Chef DACH Jan Honsel optimistisch, dass sich das Spektrum noch erweitern werde. Die Zukunft für Pinterest sieht er in Deutschland grundsätzlich positiv. Denn dies sei ein Ort, „an dem User Dinge, die für sie Bedeutung haben, sammeln und aufbewahren können. Das ist ja doch ein recht deutscher Gedanke, wir sind schließlich die Planer, die Organisatoren und Sammler – alles Attribute und Lebenseinstellungen, die Pinterest vereint und auf die Pinterest gut passt.“

Pinterest - Social Media für Lifestyle

Ihr habt Fragen, Anregungen, weitere Ideen? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

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